Corona-Virus als Gottes Ruf

 

Das Corona-Virus geht um die Welt

 

Wie reagieren wir auf die Pandemie, mit Angst, Hysterie, Verdrängung, Fatalismus? Oder sind wir gelassen, weil wir nicht zur Risikogruppe gehören und auf die vom Staat getroffenen vernünftigen Vorsichtsmaßnahmen vertrauen? Wobei wir für die staatlichen Vorsorgemaßnahmen und die medizinische Versorgung sehr dankbar sein sollten.

 

Aber ist die Pandemie nicht ein schmerzhafter Ruf Gottes zur Buße, zur Umkehr von unserem weithin gottvergessenen Leben? Eine Mahnung, unsere persönlichen Sünden und die Sünden unserer westlichen Gesellschaft zu erkennen und sich von ihnen abzuwenden und loszusagen? Ein Ruf Gottes, der uns zur Bitte um Vergebung im Namen Christi und damit zum Heil leiten will (Röm. 2, 4). Wie viele offizielle Entscheidungen, Erlaubnisse und Handlungsweisen in unserem Staat stehen gegen Gottes ausdrückliche Gebote und seine guten Ordnungen: Gotteslästerungen als Kunstfreiheit, Religionsvermischungen, hunderttausendfache Abtreibungen, aktive Sterbehilfe, Gender Mainstreaming, Ehe für alle ... ! Und jeder Einzelne von uns ist darin verstrickt, denn wir sind Teil dieser Gesellschaft. Mit unserer politischen Wahl, mit unseren Steuern und Beiträgen unterstützen wir das alles indirekt. Haben wir als Einzelne dagegen ausreichend öffentlich Stellung genommen oder haben wir vielleicht sogar persönlich oder politisch mitgemacht?

 

Unabhängig davon, ob und wie weit wir persönlich mitschuldig geworden sind, erfahren wir in der Schicksalsgemeinschaft, in der wir leben, immer auch kollektiv sowohl den Segen als auch die Strafen Gottes. Deshalb darf keiner etwa selbstgerecht meinen, dass die an Corona Erkrankten und Gestorbenen aufgrund besonderer persönlicher Schuld Gottes Strafe erfahren hätten. Jesus warnt und mahnt vor solcher anmaßenden Schuldzuweisung und Selbstgerechtigkeit (Lk. 13, 1-5): „Meint ihr, dass diese mehr gesündigt oder schuldiger gewesen sind als alle anderen Menschen? Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.“

 

Ich vermisse entsprechende Fragen, Mahnungen und Predigten der großen Kirchen! Beim ARD-Wort zum Sonntag am 14.3. wurde nicht einmal das Wort Gott oder Jesus Christus erwähnt. Es ging ausschließlich um Vorsicht und Rücksichtnahme im Verhalten von Mensch zu Mensch. Auch von Gottvertrauen war nichts zu hören. Deutschlandweit, voraussichtlich auch zu Ostern, keine Gottesdienste feiern zu können ist ein schmerzhaftes Zeichen. Ist es da weit hergeholt zu fragen, ob die Corona-Pandemie nicht Folge des ignoranten Verhaltens gegenüber Gott und nicht Gericht und Zeichen der Endzeit sind?

 

Zu den Umkehrwilligen und Seinen aber spricht der Herr Christus tröstend: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden" (Joh. 16, 33) und "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (Mt. 28, 18-20) und "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt. 11, 28).Der Apostel Paulus schreibt uns: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ (Röm. 8, 38.39).

 

Lasst uns beten, dass wir und unsere Gesellschaft zur Umkehr finden, uns wieder Gott zuwenden und ihn um Vergebung im Namen seines Sohnes Jesus Christus bitten. Und lasst uns bitten, dass obwohl wir Gottes Strafe verdient haben, er uns dennoch gnädig verschonen wolle, die Kranken wieder gesunden und unsere Regierung das Richtige tun lasse.

 

Kyrie eleison

- Herr erbarme dich - Christe erbarme dich - Herr erbarme dich!

 

Detlef Löhde

 

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