Wie mit dem Terroranschlag umgehen?

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Herr Gott, himmlischer Vater,

wehre dem Terror in aller Welt, tröste die Hinterbliebenen der Terroropfer und lasse die Verletzten wieder genesen;

lass sie alle die erlösende Kreuzesbotschaft deines Sohnes hören.

 

Wende weltweit die bösen Herzen der Terroristen und lass die satanischen Anschläge uns und der ganzen Welt auch als ein Ruf zur Buße vernehmen (Lk 13, 1-5).

 

Wieder hat ein wahrhaft teuflischer Anschlag Menschenleben und viele körperlich und seelisch Verletzte gefordert. Und wieder ist diese satanisch faule Frucht aus dem Islamismus gewachsen (Mt. 7, 15.16).

 

Warum hat Gott das zugelassen, warum hat Gott dem Satan Raum für den Anschlag gelassen? Wir können es nicht ergründen! Es ist unergründliche Zulassung des uns verborgenen Gottes. Dass wir durch den Glauben an das Kreuzesopfer Jesu Christi die Zusage des ewigen Lebens haben, das hat uns Gott ganz deutlich gesagt (offenbart). Aber Gott hat uns keine Erklärungen über den Sinn der Ereignisse und seiner Zulassungen des Bösen in dieser Welt gegeben. Das zu verstehen, bleibt uns verborgen, bis es uns am am Jüngsten Tag offenbar werden wird.

 

Die Ereignisse in dieser Welt erscheinen uns wie die Rückseite eines gestickten Bildes. Da sehen wir einen wirren Verlauf von Fäden, Enden und Knoten von Fäden und können so recht kein Bild daraus erkennen. Drehen wir aber das gestickte Bild um auf seine Vorderseite, dann sehen wir ein sinnvolles klares und schönes Bild.

 

Dennoch ist es menschlich verständlich, dass nach Terroranschlägen, nach Amokläufen und Katastrophen, die ganz plötzlich viele Menschenleben gefordert haben, die Menschen nach dem Sinn fragen und forschen. Der Mensch meint, auf einleuchtende Antworten nicht verzichten zu können. Er will hinter Gottes Vorhang gucken. Man stellt sich die Frage, warum gerade diese Menschen sterben mussten. Haben die Umgekommenen irgend eine verborgene Schuld auf sich geladen gehabt, haben sie eine besonders große Sünde begangen, wofür sie nun diese Strafe erfahren mussten? Ja, wahrscheinlich und deshalb hat es mich auch nicht getroffen. Die haben also selbst schuld gehabt, haben das wohl irgendwie verdient. Das ist doch eine ganz logische Erklärung - welche Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit und Herzenskälte!

 

Aber solche Fragen und Gedanken hatten schon die Zeitgenossen Jesu. Als der römische Statthalter Pilatus unter den Galiläern ein Blutbad angerichtet hatte, fragten die Jünger Jesus (Lukas 13, 1-5). Er antwortete ihnen: „Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle anderen Galiläer, weil sie das erlitten haben? Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen. Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle anderen Menschen, die in Jerusalem wohnen? Ich sage euch: Nein, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.“

 

Jesus warnt uns also davor, den Umgekommenen eine besondere Schuld zuweisen zu wollen und ruft uns zur Buße – zur Umkehr von unserer Gottvergessenheit, von unserem gottlosen Denken, Reden und Handeln und zur Hinkehr zu ihm, dem Sohn Gottes. Ja, wenn es nach Schuld und Sünde ginge, dann hätten wir auch den Tod verdient. Das wird uns ja durch das Kreuz Jesu Christi ganz deutlich gezeigt und gesagt: Da musste Jesus für deine Sünden am Kreuz sterben.

 

Beim Gebet für die Verletzten und hinterbliebenen Angehörigen und beim Gedenken an die Umgekommenen sollen wir immer zugleich auch den Bußruf Gottes an uns vernehmen. Der Terroranschlag von Brüssel und jetzt Berlin, obwohl teuflisch, ist eben zugleich auch als ein Bußruf an unsere europäischen und westlichen Völker zu verstehen. Kehrt um von euren gesellschaftlich gottlosen Wegen: von Gottlosigkeit, von Zucht- und Zügellosigkeit, von Geld-, Macht- und Sexgier.

 

Hört und glaubt an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der von sich spricht (Mt. 20, 28; Joh. 11, 25):

Der Menschensohn ist gekommen, dass er gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

und: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“

 

 

Detlef Löhde, 24.3.16 / 20.12.16

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