Jungfrauengeburt?

Wurde Jesus von der Jungfrau Maria geboren?

 

Wir lesen bei Lukas 1, 30 – 33.37:                         PDF-Format siehe unten 

Der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden... Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.“

 

Wer zweifelt, dass Jesus wirklich von Maria als Jungfrau geboren worden ist, der ist zu fragen: „Warum glaubst du nicht, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist?“ Inzwischen zweifeln ja viele, vielleicht sogar die meisten Theologen an der Jungfrauengeburt. Da hören wir die Stimme der Schlange: „Ja, sollte Gott gesagt haben...?“

 

Gott hatte schon durch den Propheten Jesaja sagen lassen: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären...“

Da führen „kritische Theologen“ an, und die Presse plappert es fleißig nach, dass die Weissagung der Jung- frauengeburt in Jesaja 7, 14 aus einer Falschübersetzung resultiere. Im Hebräischen sei von „Alma“, die Rede und das meine nur eine „junge Frau“. Aber an einigen Stellen im Alten Testament (1.Mose 24,16; 3. Mose 21,3) ist mit „Alma“ ganz eindeutig eine Jungfrau gemeint. Und Jes. 7, 14 wurde schon in vorchristlicher Zeit von den jüdischen Schriftgelehrten ins Griechische mit „Jungfrau“ übersetzt, weil sie es aus dem Zusammenhang des Jesaja-Text so verstanden, dass hier mit dem hebräischen „Alma“ eine Jungfrau gemeint ist.

 

Maßgebend für uns ist aber vor allem: Im Neuen Testament wird von Matthäus und Lukas, ganz deutlich und wörtlich die Botschaft des Engels Gabriel bezeugt, dass Maria, die Jungfrau, Jesus gebären wird. Und ohne, dass Maria bei der Verkündigung der Schwangerschaft Zweifel geäußert hat, sagt ihr der Engel glaubens-stärkend: „Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.“ Maria aber sprach ohne Zweifel und Bedenken: „Siehe ich bin des Herrn Magd.“ Von daher ist Maria für uns ein großes Vorbild des rückhaltlosen vertrauenden Glaubens. Demütig, ohne auf sich oder die Welt zu sehen, ist sie zum Dienst für Gott bereit.

 

Detlef Löhde

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