Hat Gott bestimmte Speisen oder Getränke verboten?

                       als PDF unten

Die Hindus sagen, du darfst kein Rindfleisch essen, eine Gruppe Hindus und Buddhisten sagen, du darfst überhaupt kein Fleisch essen und die Moslems und Juden sagen, du darfst kein Schweinefleisch essen, sonst lebst du nicht gottgefällig und kannst nicht selig werden.

 

Der Apostel Paulus aber schreibt zu solchen Speiseverboten (1.Tim.4, 4-5)::

"Denn alles was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durchs Wort Gottes und Gebet."

 

Nun wirst du vielleicht einwenden, aber das Verbot, Schweinefleisch zu essen haben sich doch die Juden nicht ausgedacht, das hat ihnen doch Gott selbst ausdrücklich verboten. Ja, das stimmt, aber Gott hat dieses Verbot nur für einen bestimmten Zeitraum seinem Volk Israel gegeben und mit dem Erlösungswerk seines Sohnes Jesus Christus sind alle alttestamentlichen Speiseverbote aufgehoben. Wie Jesusselbst spricht (Mt. 15, 11): „Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein.“

 

Mit den Speise- und Reinheitsgeboten des Alten Testaments verhält es sich in etwa so, wie wir Kindern absolut verbieten, Alkohol zu trinken, dies dann aber mit dem Erwachsenwerden entfällt. Die Zeit der unmündigen Kindheit ist vorbei, durch und in Christus sind wir geistlich erwachsen geworden. Gott ist eben nicht so, dass er meint, uns mit Speiseverboten zum ewigen Leben verhelfen zu können. Nein, Gott hat da eine andere wahrhaft wirksame einzigartige Hilfe zum ewigen Leben – seinen Sohn, der für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist. Und durch ihn und in ihm sind wir nicht mehr unter der Erziehungsmaßregel des Alten Testaments, nicht mehr unter der Knechtschaft des Gesetzes mit all seinen Speisevorschriften, sondern wir sind nun zur Freiheit berufen, wie der Apostel Paulus an die Galater schreibt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“Nun können wir also tun und lassen, essen und trinken, was und wie viel wir wollen? Vom Prinzip ja, wie wir gehört haben: „Denn alles was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich.“

 

Aber zum „Erwachsenen-sein im Glauben“ und zur „Freiheit in Christus“ gehört untrennbar die Verantwortung, die wir damit gleichzeitig auch haben. Wie Paulus an die Korinther schreibt: „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.“

 

Ja, wir dürfen Wein anbauen und ihn trinken, wie es in Psalm 104 heißt „dass der Wein erfreue des Menschen Herz“,aber es dient uns nicht zum Guten, wenn wir zum Säufer, zum Alkoholiker werden und uns die Sucht gefangen nimmt. Ja, wir dürfen Schweine züchten und ihr Fleisch essen, aber es dient weder unserem Leib noch unserer Seele zum Guten, ein maßlos gieriger Fresser zu werden oder wenn wir gar „Gammelfleisch“ verarbeiten und damit Profit machen. Wir dürfen auch Mohn zur Gewinnung von Opium als Arzneimittel anbauen, aber es dient wahrlich nicht zum Guten, sondern zum Schlechten, wenn daraus Heroin hergestellt wird. In all diesen Fällen ist die Antwort des Menschen auf Gottes im Grunde gute Gabe nicht die Danksagung, sondern das Gegenteil: Gottvergessenheit, Egoismus, Ungezügelt-sein, Genusssucht, Geldgier, bis hin zur Menschen- und Gottesfeindlichkeit, wie etwa beim Heroin.Da wird etwas, was Gott für uns gut geschaffen hat, missbraucht oder gar in Schlechtes verwandelt. Diese Dinge sind wahrhaft verwerflich, weil sie uns in dieser Form und zu solchen Zwecken eben gerade nicht von Gott gegeben sind und deshalb können sie auch nichtunter Danksagung empfangen und nicht durchs Wort Gottes und Gebet geheiligt werden.Sie stehen geradezu im Gegensatz zu Gottes Wort und Gebot, der Menschen hat sie sich zum Fluch gemacht.

 

Detlef Löhde

 

Hinweis: Dürfen Christen Blutwurst essen?

 

Speiseverbote.pdf
Adobe Acrobat Dokument 54.3 KB
Ende der jüd. Speise - und Reinheitsgebote
Vom Sinn und Ende jüdischer Reinheits- u
Adobe Acrobat Dokument 60.2 KB